Ziele, Aufgaben

Der Sport ist ein Kulturphänomen unserer Zeit. Er prägt unser Leben durch eine Vielfalt an Erscheinungsformen. Ein herausragender Stellenwert ist zweifelsohne dem Leistungssport beizumessen, der viele Menschen weltweit in seinen Bann zieht. Die Begeisterung für leistungssportliche Wettkämpfe im lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Bereich spricht für sich.

Die Bewunderung sportlicher Leistungen und das Streben nach Höchstleistungen, verbunden mit dem Ausloten persönlicher Leistungsgrenzen, sind aber nicht neu. Sie ziehen sich wie ein roter Faden durch die Kulturgeschichte und können bis zu unseren kulturellen Wurzeln zurückverfolgt werden. Der Bereich Leistungssport des Deutschen Olympischen Sportbundes ist dieser Tradition verpflichtet. Ihm obliegt die gezielte Unterstützung und Förderung des humanen Leistungssports in Deutschland in all seinen Facetten.

Deutschland nimmt eine führende Position im Weltsport ein. Mit der Umsetzung des Nationalen Spitzensport-Konzepts und seiner Teilkonzepte verfolgt der Deutsche Olympische Sportbund das primäre Ziel, diese exponierte Stellung zu behaupten, wenn möglich auszubauen.

Der Bereich Leistungssport hat die Aufgabe, den Spitzensport in Deutschland in seiner Gesamtheit zu beurteilen und Entwicklungen zu steuern. Somit besitzt er eine Schlüsselposition im nationalen Spitzensport. Vom Bereich Leistungssport gehen die Initiativen zur Entwicklung strategischer Konzepte und Grundsatzerklärungen zum Nachwuchsleistungs- und Spitzensport aus. Bei strikter Einhaltung der Autonomie innerhalb des Sports kommt ihm die Steuerungsfunktion bei der Umsetzung dieser Konzepte und Grundsatzerklärungen zu. Der Bereich Leistungssport versteht sich darüber hinaus – im Sinne eines unabhängigen Gutachters – als Vertretung des Spitzensports gegenüber den staatlichen Einrichtungen, Partnern aus der Wirtschaft und anderen sportinternen und –externen Organisationen.

Im Fokus aller Überlegungen stehen Athletinnen und Athleten sowie deren Betreuer. Zur Realisierung dieser hohen Zielstellung gilt die Prämisse, über die Dachorganisation den Spitzenverbänden optimale Rahmenbedingungen für ihre Leistungssportsstrukturen bereitzustellen. Als Grundlage dient das in der Mitgliederversammlung des DOSB vorgestellte neue Steuerungsmodell sowie die bestehenden Konzeptionen. Besondere Bedeutung kommt hierbei den Olympiastützpunkten sowie den Einrichtungen und Kooperationen des Wissenschaftlichen Verbundsystems des Spitzensports zu.

Die Struktur des Bereichs Leistungssport gliedert sich wie folgt:

Die ehrenamtliche Führung:

  • Präsidialausschuss Leistungssport
  • Athletenkommission
  • Vollversammlung der Aktivensprecher/Innen
  • Beirat für Leistungssportentwicklung

Konzepte

Neues Steuerungsmodell Leistungssport im DOSB 

In der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes wurde am 9. Dezember 2006 das „Neue Steuerungsmodell Leistungssport des DOSB“, in das die Diskussions- und Beratungsergebnisse zahlreicher Gremien des deutschen Sports eingeflossen sind, beschlossen. Mit der Umsetzung des Steuerungsmodells in die Praxis werden folgende Zielstellungen realisiert:

  • die verbesserte Steuerung des Leistungssports und Führung des DOSB,
  • die Stärkung der Eigenverantwortung und Gestaltungsspielräume der Spitzenverbände,
  • die Optimierung der Kooperationsformen auf Bundes- und Landesebene auf der Grundlage verbindlicher Vereinbarungen,
  • die Flexibilisierung und Entbürokratisierung der Leistungssportförderung.

Das von der Mitgliederversammlung am 8. Dezember 2007 in Hamburg verabschiedete Konzept „Verbandsförderung im olympischen Spitzensport“ stellt die Grundlage für die Förderung der olympischen Spitzenverbände aus dem Haushalt der Bundesregierung dar.

Die jeweils aktuellen Zielvereinbarungen der olympischen Spitzenverbände des DOSB, sowie ein Überblick über die Grund- und Projektförderung (jeweils Jahresplanung und Leistungssportpersonal).

Die Umsetzung des Nationalen Spitzensport-Konzepts zielt darauf ab, deutschen  Nachwuchsleistungssport- und Spitzensportlerinnen und -sportlern die Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen, die für das Erreichen internationaler Spitzenleistungen erforderlich sind. Auf dem DSB-Bundestag im Jahr 1997 verabschiedet, integriert es die folgenden Teilkonzepte zu einem übergreifenden Gesamtkonzept, in dessen Mittelpunkt der Athlet steht:

Das Förderkonzept 2012 bildet die Grundlage für eine zielorientierte Spitzensportförderung, die das Ansehen und den Leistungsstand des deutschen Hochleistungssports im internationalen Vergleich aufrechterhalten und ausbauen soll.

Seit 2006 ist die "Fördersystematik für nichtolympische Verbände" in Kraft, die alle als förderungswürdig eingestuften und vom Bundesministerium des Innern (BMI) als förderungsfähig anerkannten nichtolympischen Verbände für Maßnahmen im Rahmen der Jahresplanung berücksichtigt.

Seit dem 1. Januar 2015 gilt im DOSB eine aktualisierte Kadersystematik als Grundlage für die gezielte Förderung von Athletinnen und Athleten. Das Kadersystem in Deutschland bildet die Grundlage für die Auswahl von Athleten/innen für deren gezielte Förderung. Der Kaderstatus dient der Unterstützung der strategischen Zielstellungen des DOSB für die Olympischen Winterspiele und die Olympischen Spiele, der Sicherstellung des langfristigen Leistungsaufbaus sowie der Absicherung des internationalen Wettkampfkalenders.

Das Stützpunktkonzept mit den Strukturelementen der Olympiastützpunkte, Bundesstützpunkte und Bundesleistungszentren zielt darauf ab, optimale Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche leistungssportliche Karriere der Athletinnen und Athleten zu schaffen.

Die Häuser des Athleten bieten beste Rahmenbedingungen für die duale Karriere von Leistungssport und Bildung. Die Grundsätze für die Bundesförderung von Häusern des Athleten zielen auf eine bundesweite Harmonisierung und Transparenz der Bundesförderung für diese Einrichtungen ab.

Die Rahmenrichtlinien zur Förderung des Nachwuchsleistungssports basieren auf der Grundlage der LA-L Rahmenkonzeption, die seit 1998 zur national einheitlichen Grundlagen für die Bewertung der Sportarten in den Ländern und der Festlegung der Fördermittel durch die Landessportbünde genutzt wurde.

Das Nachwuchsleistungssport-Konzept 2020 kennzeichnet die inhaltlichen und strukturellen Leitlinien für die Weiterentwicklung im Deutschen System der Nachwuchsförderung.

Der Präsidialausschuss Leistungssport hat in seiner Sitzung am 8. November 2013 den Entwurf des Nachwuchsleistungssport-Konzepts 2020 angenommen. Nach der Befürwortung durch das DOSB-Präsidium am 29. November 2013 wurde das Nachwuchsleistungssportkonzept 2020 am 7. Dezember 2013 durch die DOSB-Mitgliederversammlung verabschiedet.

Das Leistungssportpersonal-Konzept zielt auf die Sicherung und Optimierung des Leistungssportpersonals in den Spitzenverbänden ab, denn die Stärken eines jeden Leistungssportsystems sind aufs Engste mit der Qualität seines Personals verknüpft.

Der Trainer ist der wichtigste Partner des Athleten. Mit der Verabschiedung der Traineroffensive am 29. November 2005 durch den Bundesvorstand Leistungssport sollen die Position und der Stellenwert von Trainerinnen und Trainern weiter gestärkt werden.

Am 18. März 2008 verabschiedete der Strategieausschuss „Forschung im Leistungssport“ das langfristige strategische Forschungsprogramm für das Wissenschaftliche Verbundsystem im Leistungssport. Darin werden insbesondere die Themenfelder weiter vertieft, denen besondere Bedeutung zugeschrieben wird: „Trainingsqualität“, Trainerqualität“ und „Technologieentwicklung“. Das gemeinsame Forschungsprogramm gilt mit hoher inhaltlicher Verbindlichkeit für das gesamte Wissenschaftliche Verbundsystem.

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